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Ach, was soll's. Es gibt jetzt ein neues mawalog.
24.10.10 22:18


Der/die eine oder andere mag sich wundern, warum in diesem Blog so wenig los ist und überdies schon wieder die Kommentarfunktion gesperrt ist. Beides hat miteinander zu tun: Ich habe einfach keine Lust mehr, auf dieser vorsintflutlichen Plattform zu bloggen, die z.B. keinerlei funktionierende Abwehr von Kommentarspam bietet - und eben weil Kommentarspammer hinter mir her sind, sind die Kommentare auch blockiert. Die verschiedenen rabiaten anonymen KommentatorInnen, die es hier schon so gegeben hat, haben diesmal nichts damit zu tun.
Auf der anderen Seite bin ich nach wie vor zu faul, meine Alteinträge irgendwie downzuloaden und in eine verwertbare Form umzumeißeln - und genau das müsste ich tun, um das Blog umzuziehen, denn eine Exportfunktion hat myblog.de natürlich auch nicht.
Und weiter ist es so, dass ich Links und Kurzbetrachtungen, die ich hier früher gepostet habe, heute tendenziell per Facebook rausjage, einfach weil das bequemer ist, ich aber bisher nicht den Nerv hatte, mich da mal um irgend eine brauchbare zweiseitige Verknüpfungslösung zu kümmern (wenn es sowas denn überhaupt gibt). Je mehr ich beruflich mit Web-Anwendungen und überhaupt Computerkram zu tun habe (mitterweile bin ich ja malgré moi sowas wie ein Perl- und PHP-Entwickler), desto weniger Energie habe ich, mich damit auch noch privat zu beschäftigen.

Das heißt also: hier passiert in Zukunft eher noch weniger, aber das liegt nicht daran, dass ich nichts zu sagen hätte, sondern dass ich erst eine relativ aufwändige Migration durchziehen müsste, bevor mir das Bloggen rein technisch wieder Spaß macht, und ich nicht weiß, wann ich das machen möchte.
9.9.10 17:38


marburg update

Es gibt schon wieder jede Menge Neues über die Marburger Stadtentwicklung zu berichten. Zuallererst sind zwei Ereignisse geschehen, mit denen man schon fast gar nicht mehr gerechnet hätte:
Es wurden einmal die Arbeiten am alten Kesselhaus der Brauerei fortgesetzt. Diesen Bau in einer der exponiertesten Lagen der Stadt (vorspringend, direkt neben dem Oberstadtaufzug) haben die Marburger Freimaurer (Loge »Zu den drey Löwen«) vor Jahren rekonstruiert und dann tat sich ganz lange nichts mehr. Jetzt sind auf einmal Fenster und Türen eingesetzt. Man darf gespannt sein.
Zum anderen haben auf dem schon längst gerodeten Gelände zwischen für den Neubau Chemie tatsächlich Arbeiten begonnen: Es werden jetzt erst einmal ordentlich Rohre verlegt. Ob es nach der Verrohrung dann wirklich mit dem Hochbau losgeht, wird man sehen, aber mir wurde bereits zugetragen, dass ein ganzes Baucontainerdorf entstehen wird - also ist die Antwort wohl ja.

Und sonst so?
  • Die Drehbrücke über das Schwarze Wasser ist fertig und benutzbar, nur eine Gestaltung des Weges von dort bis zur Elisabethbrücke und weiter wird wohl auf sich warten lassen, bis das DVAG-Projekt und das Pflegeheim an der Lahnstraße fertig sind.
  • Auf der genannten Baustelle der DVAG in der Rosenstraße wird in atemberaubendem Tempo gebaut; mittlerweile sind schon einige Abschnitte der Wand für die lange, geschwungene Rampe, die wohl die Uferpromenade zur Brücke hochführen wird, fertig. Neulich wurde die ganze Nacht hindurch eine Bodenplatte betoniert und erste Stützen stehen schon. Auch das Pflegeheim ist ziemlich weit, mittlerweile werden da Treppenhäuser herausgerissen und im Neubauabschnitt sind wohl schon Innenausbauten gemacht worden.
  • DVAG-Eigentümer Reinfried Pohl hat übrigens der Universität ein medizinisches Lehr- und Lernzentrum geschenkt. Der Bau von Hausarchitekt Gerd Kaut mit seinen markanten ovalen Obergeschossen wird demnächst hinter der Zentralen Medizinischen Bibliothek entstehen.
  • Die verkehrsreichste Kreuzung Marburgs (Südspange/Beltershäuser Straße) soll in einen Kreisverkehr umgebaut werden; parallel dazu reißt die Firma Tegut ihren dortigen Supermarkt ab und errichtet ein Einkaufszentrum mit einer riesigen ovalen Glaskuppel.
  • Der schicke Parkplatz im Pilgrimstein wird wohl doch nicht die zehn Jahre halten, mit denen ich und andere gerechnet haben, bis das neue Institutsgebäude auf dem Areal zustande kommt: Auf Empfehlung des Wissenschaftsrates soll das Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas binnen vier Jahren dort einen Neubau bekommen (2000 qm Nutzfläche, 7,3 Mio. €).
  • Der alte Hirsefeldsteg ist auf der rechten Lahnseite bereits gekürzt worden und nur noch durch temporäre Stege mit dem Ufer verbunden. Die erstaunlich umfangreichen Arbeiten für die Widerlager laufen. Die Gestaltung entspricht der Marburger Corporate Identity (langgezogene Rampen mit roter Sandsteinverkleidung).
  • An der Lahn oberhalb der Mensa beginnt demnächst der nächste Bauabschnitt der Ufergestaltung; zuerst werden mal wieder Rohre gelegt.
  • Der schmale Neubau im Pilgrimstein wird im Schneckentempo weitergebaut, mittlerweile scheint aber schon jemand darin zu wohnen - auch wenn unten noch nichts fertig ist und der Putz noch fehlt, trocknet oben schon Wäsche auf dem Balkon.
  • Und am Hauptbahnhof soll es, da jetzt die Zuwendung der Landesregierung gekommen ist, im September mit der radikalen Umgestaltung des Vorplatzes losgehen. Das einzige, was noch auf sich warten lässt, sind die Sanierung des Erdgeschosses und natürlich der Umbau der Verkehrsstation, also die beiden Teilprojekte, die die DB in Alleinregie erledigt.
29.7.10 14:13


und los geht's!

Die letzten E-Klausuren sind abgewickelt (wer übrigens wissen will, was ich so arbeite, folge dazu diesem Link), das Zimmer ist aufgeräumt, die Wäsche gewaschen und der Urlaub gebucht. So allmählich sollte dann auch die Arbeit an der Dissertation wieder Fahrt aufnehmen; das Paper für Salzburg ist ja im Kolloquium ganz gut angekommen und kann durchaus in meine Argumentation eingebaut werden.
Jetzt Nudeln essen.
24.7.10 16:08


Das Semesterfinale ist gelaufen - Vortrag im Kolloquium gehalten, Chorkonzert gesungen, letzte Seminarsitzung gegeben, Großkampfwoche bei der Arbeit überlebt. Jetzt muss ich mal irgendwie mein völlig heruntergekommenes Zimmer wieder sauber und ordentlich bekommen. Und mir überlegen, wohin ich in Urlaub fahre.
16.7.10 19:04


wort zum sonntag

»Hier kämpft eine Schicht, die über die Kulturtechnik verfügt, den eigenen Nachwuchs durchs Gymnasium zu schleusen, um ihre Privilegien zu schützen.« (taz.de)
16.7.10 12:19


Wenn man bis vor den Zweiten Weltkrieg zurückgeht (und mancherorts muss man nicht einmal so weit zurückgehen), sieht man als weit verbreitete Einstellung zu dem, was damals eher Arbeitswelt als Wirtschaft genannt wurde, dass die Heldenleistungen der Werktätigen in einer Art Kriegsanstrengung in dreckigen, gefährlichen Höllenwelten vollbracht werden und man selbstverständlich die für die Zukunft zu erwartenden zyklopischen Arbeiten, nur unter höchster Selbstverleugnung und mit immer größerer Opferbereitschaft leisten können würde. Groß, stark, schrecklich, tödlich - alles dasselbe.
Dagegen werden heute beispielsweise im Schwermaschinenbau Hunderte Tonnen schwere Werkstücke gegossen, geschmiedet, geschweißt, gefräst, geschnitten und transportiert, ohne dass dies als sensationelle Leistung riesiger, wie ein Mann zusammenspielender Arbeiterheere unter Inkaufnahme gewaltiger Opfer erscheint. Es sind nur ein paar hundert Facharbeiter mit 35-Stunden-Woche und Tariflohn beteiligt, und die gehen nach Feierabend nach Hause und spielen PlayStation. So haben sich das all die rechten und linken Menschenverächter, die einmal wollten, dass der Mensch vor der Arbeit zu einem Nichts zusammenschrumpfe, nicht vorgestellt.
9.7.10 14:10


In einem neuen Merian-Heft gibt es einen gar nicht so blöden Artikel über die Gegend, aus der ich komme: Mit Pauken und Trompeten
7.7.10 00:56


Mal ein paar Beobachtungen über die vergehende Zeit, die über »wir hatten damals nur drei Programme und keine Handys« hinausgehen:
Als ich klein war, dort wo ich klein war (die Pfalz ca. 1986ff.) ...
... kochte man Wasser auf dem Herd. Wasserkocher waren kaum verbreitetet. Überhaupt wurde damals außerhalb der klassischen Teegegenden Norddeutschlands kaum Tee getrunken, und wenn, dann roter Früchte- oder Pfefferminztee. Sonst gab es kaum Sorten.
... kosteten Einkaufswagen keinen Pfand und hatten nur zwei Lenkrollen.
... wechselte man beim Auto noch selber das Öl, und genügend Leute ließen das Altöl einfach in den Rinnstein oder auf die Wiese fließen, um das zu einem Standard-Schulbuchbeispiel für eine Umweltsünde zu machen.
... wurde erheblich weniger Eisenbahn gefahren als heute, da es weder Schönes-Wochenende- noch Länder- noch Semestertickets in der heute üblichen Form gab.
... waren Toiletten üblicherweise Hochspüler mit freistehendem Spülkasten.
... war das tägliche Angebot an Kinder-Zeichentrickserien im Fernsehen selbst auf den Privatsendern noch erheblich kleiner, wurde aber wesentlich intensiver wahrgenommen.
... füllte die Sommerhitze die (allesamt unklimatisierten) Autos, egal ob neu oder gebraucht, mit Kunststoff- und Polsterausdünstungen, von denen Kindern bereits vor dem Losfahren schlecht wurde.
... hatte man seine Tiefkühlkost, wenn überhaupt, von Eismann oder Bofrost, weil der Lebensmittelhandel kaum welche verkaufte
... und war das Schlemmerfilet, dieser fetttriefende Backstein aus Seelachs mit einer mehr oder minder genießbaren Kräuterkruste, noch eine nagelneue Innovation.

(Alle Angaben ohne Gewähr und höchst subjektiv.)
28.6.10 18:16


»Words cannot describe my loathing of casual evolutionary psychologists. Not only are their theories usually garbage, they have this annoying tendency to think that we should actually augment our behavior/stop disapproving of harmful behavior because of their bullshit theory of how we used to be.«
(via James Nicoll)
21.6.10 20:09


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