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maschinenbau

Der Neubau eines Kulturforums in Kubatur und rekonstruierter Fassade des zerstörten Berliner Stadtschlosses (und darum handelt es sich - einen Wiederaufbau kann man das nicht wirklich nennen) scheint auf unbestimmte Zeit verschoben. Nach allem Geplänkel um Konzept, Architektenentwurf, Kosten und eventuelle Einsparungen an Fassade oder Kuppel halte ich das, obwohl ich im Prinzip für den Bau bin, für keine schlechte Idee. Dass dieses Projekt für weniger als eine Milliarde Euro zu realisieren sein soll, hat ja zum Schluss ohnehin niemand mehr geglaubt, und besser, es kommt erst einmal eine schicke Zwischennutzung als eine uninspirierte Betonschachtel.

Meine persönliche Idee für den Wiederaufbau wäre übrigens gewesen, die Außenfassaden alle minutiös zu rekonstruieren und dafür über den gesamten Innenraum ein möglichst stützenfreies gläsernes Flachdach zu ziehen. Innendrin dann die Möglichkeit, mit Mitteln des Messe- und des Bühnenbaus projektbezogen Wände, Zwischenetagen und Kulissen einzuziehen. Eine große, frei bespielbare Kulturmaschinenschachtel, ein preußisches Centre Pompidou, mit einer gewissen Ähnlichkeit zu Norman Fosters »Tankstellendach«-Entwurf für den Reichstag. Am besten durchgehend geöffnet, so dass nachst durch die Gebäudehaut von Barock und Renaissance bunte Lichtfetzen nach draußen dringen. Natürlich fragt mich keiner und wäre das Ganze viel, viel teurer als eine Milliarde. Aber es wäre immerhin eine Aussage.

Ansonsten übrigens, beim Thema bleibend: Go Elbphilharmonie! Was der Oper von Sidney Konkurrenz machen soll, das darf wie diese selber ruhig fast unbaubar, sauteuer und stark verspätet sein. Über die Jahrzehnte wird das dem Gebäude einen Nimbus verleihen, den ein pünktlicher und kostengünstiger Bau nie hätte.
7.6.10 23:56
 



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